Leistungen nach dem SGB XIII

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"Der Charakter ist eine Gewohnheit der Seele." (Johann Wolfgang von Goethe)

Jugendhilfeleistungen

Wir bieten folgende Leistungen nach SGB VIII an:

  • §29 SGB VIII Soziales Kompetenztraining in der Gruppe
  • §30 SGB VIII Erziehungsbeistand
  • §30 SGB VIII „Systemsprenger Programm“/ Betreuungshelfer
  • §35a SGB VIII Ambulante Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche
  • §35 SGB VIII Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung als kognitives, präventiv basierendes soziales Einzeltraining

Bitte wenden Sie sich bezüglich der Antragstellung an Ihr zuständiges Jugendamt/ Ihre zuständige Jugendhilfestation (ASD - Allgemeiner Sozialer Dienst bzw. KSD - Kommunaler Sozialer Dienst).

Gerne informieren wir Sie vorab bezüglich des Vorgehens und der Inhalte der einzelnen Leistungen nach SGB VIII. Hierzu können Sie uns zwischen 9:00 und 14:00 Uhr täglich telefonisch unter 0511 54 54 18 15 oder per E- Mail: info@chipa.de, erreichen.


Einzel-Erläuterungen

Soziales Kompetenztraining in der Gruppe gemäß §29 SGB VIII

Das Soziale Kompetenztraining in der Gruppe (§29 SGB VIII) ist eine Leistung der Jugendhilfe im Rahmen der Hilfen zur Erziehung (§ 27 SGB VIII) für ältere Kinder und Jugendliche. In den meisten Fällen fallen diese Kinder und Jugendliche durch destruktives, unangemessenes, zum Teil impulsives und aggressives Verhalten auf.

Die Hilfe dient der Überwindung von:

  • Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen.


Erziehungsbeistand gemäß §30 SGB VIII

Die Erziehungsbeistandschaft und das „Systemsprenger Programm“ gemäß §30 SGB VIII richten sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis einschließlich 18 Jahren.

Die Hilfe wird häufig in folgenden Punkten in Anspruch genommen:

  • Integrationsprobleme nach (teil-)stationären Erziehungshilfen (Rückführung)
  • Erziehungsprobleme, familiäre Konflikte bzw. andere Konfliktkontexte des familiären, sozialen, strukturellen oder schulischen Umfeldes
  • Als Präventionsmaßnahme zur Abwehr von „Verwahrlosungstendenzen“, zur Verhinderung eines Abhängigkeitssyndroms, Beschaffungskriminalität etc.
  • Allgemeine Schulprobleme (Schulverweigerung, Gewalthandlungen, Regelverletzungen, aggressives Verhalten, Delinquenz, u. ä.)
  • Defizite in der Gestaltung von Freizeit- und Sozialkontakten
  • Defizite im Bindungsverhalten, in sozialer Kompetenz, im Selbstwerterleben und Selbstwertgefühl, Vorhandensein schädlichen
  • Suchtmittelmissbrauches (keine explizit diagnostizierte Suchterkrankung)


Ambulante Eingliederungshilfe gemäß §35a SGB VIII

Die Ambulante Eingliederungshilfe gemäß §35a SGB VIII ist für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche konzipiert. Es handelt sich hierbei, um eine Leistung im Einzelsetting oder in der Kleingruppe (2-4 Teilnehmende; eine anteilige Berechnung erfolgt aufgrund der jeweiligen Gruppengröße) für seelisch behinderte und ggfls. von einer seelischen Behinderung bedrohte junge Menschen ab dem 6. bis zum 21. Lebensjahr.

Die Hilfe wird häufig in folgenden Punkten in Anspruch genommen:

  • seelische Behinderung, die das ICD 10 katalogisiert
  • speziellen Traumatisierungen
  • Gewalterfahrungen und andere Belastungsfaktoren
  • Entwicklungsdefizite (psychisch wie physisch)
  • Verhaltensauffälligkeiten und psychische Beeinträchtigungen


Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (ISE) gemäß §35 SGB VIII

Die ISE richtet sich an junge Menschen, die wiederholt durch ihr aggressiv-auffälliges Verhalten in Konflikte geraten sind. Diese sind 14 jedoch noch nicht 18 Jahre alt.

Die Hilfe wird häufig in folgenden Punkten in Anspruch genommen:

  • die jungen Menschen verhalten sich wiederholt aggressiv auffällig
  • und leiden unter ihren aggressiven (Impuls-)Durchbrüchen